Depressive Kreativität

Kennst du das, wenn man etwas realisiert, was einen runter zieht?
Wenn das Gefühl flieht?
Kennst du das Gefühl der Angst?
Tausend Ängste.. gegen die du nichts tun kannst?
Kennst du das Gefühl nichts zu fühlen?
Tausend Fragen in deinem Kopf herum wühlen?

Tausend Sätze.. nie gesagt
Tausend Gedanken… nie gefragt!
Gesellschaftlich nicht anerkannt.
In tausend Problemen verrannt
Weist du wie man es nennt?
Wenn man ungewollt in den Abgrund rennt?

Überleg nicht lang, du weist es schon!
Solche Gedanken nennt man Depression…
Und auch wenn man darüber keine Reime macht
Wird doch so mancher dafür ausgelacht.
Selbst die glücklichste Person kann dieser Krankheit erliegen,
Die Gesellschaft sagt: „Dennoch darf es als Krankheit nicht wiegen!“

Schon manch ein Dichter und Denker sich zum Steckenpferd es sich gemacht,
Und dank Depressionen sich ein gutes Wort erdacht.
Das nennt sich wohl depressive Kreativität.
Aber für viele tausende kommt dieser Gedanke zu spät.
Denn obwohl sie als Krankheit verlacht,
haben viele Erkrankte bereits ihrem Leben ein Ende gemacht.

Also bitte sei so nett,
und gehe auch heute wieder einfach ins Bett
um am nächsten Tage zu erwachen
und dir bei deinem Problem gute Hilfe an zu lachen.
Und selbst wenn der Himmel für dich gerade nur weint,
Mit der richtigen Hilfe bald die Sonne auch für dich wieder scheint!

Die Loli-Erklärung

Als keines Mädchen von 5/6 Jahr‘, die kleine Meerjungfrau meine Heldin war.
Schon damals konnt‘ man mit rosa mich jagen!
Mein liebstes Kleid war aus schwarzem Samt mit Rosen auf Rock und Kragen.
Und mit den schwarzen Mary Jeane aus Lack war ich ganz schön auf zack!

Es gab auch eine Zeit
doch daran erinnere ich mich kaum
in der trug ich ungern ein Kleid
kein klassischer Mädchentraum

Doch heut mit knapp 25 Jahr
werden Mädchenträume war
Denn mit der Lolita Mode
bin ich das Püppchen in toller Robe

Schwarz und düster ist mein Stil
etwas was mir schon immer gefiel
keine Verkleidung, sondern Lebensideen
Etwas was nur ich und andere Lolis verstehn!

Menschheit passiert (Kurzgeschichte)

Feierabend, endlich! Schnell packst du deine Habseligkeiten zusammen und wünschst deinem Chef noch einen schönen Feierabend. Er nickt dir zu und rechnet weiter die Kasse ab. Er kann manchmal wirklich streng sein, aber er ist um einiges besser als die paar Kunden die heute im Laden waren, ein paar Möchtegern Hip Hoper die anscheinend etwas anderes erwartet haben, als das was sie vorfanden. Doch du kannst nicht klagen, schließlich ist der Plattenladen ansonsten gut besucht und die Arbeitszeiten sind auch vollkommen in Ordnung.

Als du an der Bushaltestelle ankommst steht dort eine junge Frau mit Kopftuch, nichts Außergewöhnliches. Auch dass sie einen Kinderwagen vor sich her schiebt und noch zwei weitere kleine Kinder um sie herum rennen ist für dich kein seltener Anblick. Du könntest das nicht. So ruhig bleiben wie sie, während die kleinen Teufel Terror machen. Du warst eben noch nie ein Mensch zum Familie gründen.

Eines der Kinder schaut dich mich schokoladenverschmierten Mund an, als der Bus kommt. Du steigst ein, zeigst die Fahrkarte vor und bittest den Fahrer die hintere Tür zu öffnen, damit die Mutter mit dem Kinderwagen einsteigen kann. Du hast heute deinen Sozialen. Ein Danke bleibt aus, wie üblich. Egal, denn gerade als du dich auf einen freien Platz gesetzt hast, ertönt Joy Division – She’s Lost Control. Du kramst dein Handy aus der Tasche. Am anderen Ende: deine völlig aufgelöste Freundin, faselt was vom toleranten Hamburg und wie sehr sie doch ihre Eltern hasst.

Nachdem du sie beruhigt und gegen die zwischenzeitlich eingestiegenen Jugendlichen angebrüllt hast, die sich lautstark unterhielten, hast du erfahren dass deine Freundin heute Nachmittag mit ihren Eltern geredet hat. Super! Da hat sie mal wieder nicht auf dich gehört. Schließlich wusstest du aus ihren Erzählungen, dass vor allem ihr Stiefvater einen Stock im Arsch hat. Er hat sich schon tierisch darüber aufgeregt, dass sie nun Kunstgeschichte studierte und so ein Coming Out war noch einen Tacken schärfer, da konnte diese Stadt noch so tolerant sein.

Laut Anzeigetafel musst du nächste Station raus, also versprichst du ihr so schnell wie möglich zu hause zu sein und legst auf. Du beschließt am Hauptbahnhof nicht nur bei der Apotheke vorbei zu gehen, sondern auch gleich noch eine große Packung Vanilleeis und ne Cola mitzubringen, der Abend scheint noch lang zu werden. In der Apotheke legst du das Rezept vor und bekommst die Schlaftabletten ausgehändigt, die deine Freundin verschrieben bekommen hat. Die freundliche Apothekerin weist dich noch dezent darauf hin, dass du mit dem Zeug eigentlich eine ganze Elefantenherde schlafen legen kannst und daher genau auf die Dosierung achten musst. Du bedankst dich für ihre Mühe. Genau das ist der Grund warum du und nicht deine Freundin diese Tabletten abholst und sie auch sonst verwaltest. Schließlich soll sie nicht auf dumme Gedanken kommen!

Zehn Minuten später stehst du mit einer überdimensionalen Kühltasche am Bahnsteig und beobachtest die hektisch umher rennenden Menschen. Gerade ertönt eine Durchsage fürs gegenüberliegende Gleis, es seien noch mehr Türen da als die der vorderen 3 Wagons, die man nutzen könne zum einsteigen, da kommt auch schon deine Bahn. Wie immer um diese Urzeit sieht es sehr danach aus, als wäre mal wieder kuscheln angesagt.

Normalerweise überlegst du es dir an dieser Stelle noch einmal kurz ob du die nächste Bahn nimmst, doch heute machst du eine Ausnahme und quetscht dich in die viel zu volle S-Bahn, in der Hoffnung das Ganze heil zu überstehen. Doch eine Station vor deinem Ziel ertönt eine Durchsage. Der Zug könne vorerst nicht weiterfahren, wegen einem Feuerwehreinsatz. Da hat sich wohl mal wieder jemand auf die Gleise geschmissen, denkst du dir und steigst mit den anderen Fahrgästen aus.

Während nun also das Chaos ausbricht, jeder versucht irgendwie rechtzeitig zu irgendeinem Ziel zu kommen, Termine nicht zu verpassen und alle das Smartphone zücken um hektisch zu telefonieren, beschließt du den restlichen Weg zu Fuß zu gehen. Schnell noch eine Nachricht an deine Freundin verschickt, Musik auf die Ohren und los gehts, ab nach hause. So lässt du nun die Menschheit einfach weiter passieren, für heute warst du sozial genug, jetzt sind sie dir egal.

Und aus deinen Kopfhörern ertönt Clan of Xymoy – Creep. Für einen Moment kannst du abschalten…

Gedankentropfen

Regen
das letzte Mal?
nie wieder Schule?
Nein!
lernen fürs Leben,
Leben!
Was macht das Leben aus?
Leben leben um des Lebens willen
lernen!
Die Menschheit muss lernen
jeder Mensch lernt
immer
sein Leben lang
oft unbewusst
kein Stillstand
und ich schaue aus dem Fenster
es regnet – immer mehr
Tropfen fallen hernieder
wie Gedanken aufs Papier.

Noch einmal in der Zeit verweilen
und was dann?
Neubeginn!
Neuer Lebensabschnitt, altes vergehen und vergessen lassen
Schluss mit Unverständnis
Das Wirrwar in meinem Kopf
kaum verstanden, doch gelesen
zum Nachdenken anregen
vorbeiziehen lassen
bald die alten Gesichter nicht mehr sehen
seiner Wege gehen
sie werden nicht das lernen, was sie sollten
Menschlichkeit
nur auf Erfolg bedacht
und ich?
ich bin wie der Regen
und lasse mich vom Wind tragen wohin es mich verschlägt
regne hernieder
und lasse meinen Gedanken freien Lauf!

Goth von der Band Zeit

Vor vier Monaten wurde ich von der Band Zeit gebeten einen Songtext zu kreieren. Da ich ja sowas gern mache, habe ich zugestimmt auch wenn das Musikgenre der Band nicht meines ist. Das Genre der Band geht irgendwo in Richtung EBM, Industial, Techno und/oder Cyber. Das veranlasst mich alle quasi „Vorzuwarnen“ die von mir anderes gewohnt sind ^^

Für diejenigen die jetzt wissen wollen, was die Band aus meinem Text gemacht hat der hat hier den Link dazu: https://soundcloud.com/band-zeit/zeit-goth-dark-mix

Wie gesagt entweder man mag das Genre oder man mag es nicht – ich freue mich in dem Zusammenhang, das ich mit meiner Arbeit helfen konnte ^^

Songtext für die Band Zeit (Titel „Goth“)

(geschrieben im Auftrag der Band Zeit, Umsetzung gibt es morgen zu sehen)


Goth

Refrain:
Das ist Gothic
Seid Provokant
lebt für den Tod
sterbt in der Szene
doch bleibt für immer

Meidet Sonne
Meidet Licht
Dunkelheit
mehr kümmert nicht

Refrain

Ohne Scheu und Arrogant
Gesellschaftlich nicht anerkannt
Selbstisoliert, nicht akzeptiert

Refrain

In der Szene feiert das Leben
zelebriert das Schwarz
Der Totenschädel eure Liebe

Refrain

schwarze Nacht
schwarze Seelen
Dunkle Macht
euer neues Leben

Die Notiz

Ich bin Nebel ich bin Erde
Lethargie in der Seele
Das „Kostüm Mensch“ abgelegt
Schattenbelegte Aura
Gesellschaft gezüchtete Depression
Gedankenchaos

Kampf des Lichts

Eine Dunkelheit versteckt vor der Welt
Tief in mir
Das Siegel kaum noch hält
Geweckt von dir

Tod und Verderben sie bringt
bin ich verloren?
Das Licht um meine Seele ringt
wird etwas neu geboren?

Doch wenn die Rose zu bluten beginnt
wird das Licht verlieren
und der schwarze Schwan im roten Meer ertrinkt
wird die Dunkelheit regieren

Das ausgebrannte Haus

Einsam steht es dar
Isoliert auf dem Hügel
das Haus was so schön eins war
Das Haus ohne Flügel

Am Fuße des Hügels liegt die Stadt
Von oben scheint sie so klein
Wo jedes Haus noch Flügel hat
Doch kaum zu sehen, denn Nebel hüllt alles ein

Das Haus auf dem Hügel
Von außen Schwarz, kalt und leer
Traurig, so ganz ohne Flügel
doch gehst du hinein, siehst Spuren vom verehrenden Meer

Feuer brannte dort alles nieder
Als das Haus brach ein Verbot
In der Stadt sang man immer die gleichen Lieder
Um aus der Stadt zu fliehen seine Flügel erhob

Keiner nahm Notiz von dieser Tat
als das brennende Haus auf den Hügel fiel hernieder
Fast jeder dies Ereignis vergessen hat
nur leise erklingen heute andere Lieder

Doch du, der diese Geschichte nun gehört hat
Die vom ausgebrannten Haus
mach dich auf den Weg aus der Stadt
in die weite Welt hinaus

Schau nach vorn und nicht zurück
dies ist der Traum vom Hügel
Nur so triffst du auf neues Glück
erlangst des Hauses Flügel

Auch wenn das Haus bleibt ausgebrannt
schau nach vor und denk an dich
Nun du schon längst davon gerannt
auch in Zukunft ein Freund bleib ich

Umsetzung: „Mensch sein“